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Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr

Blankenhagen

 

Als im Jahre 1936 das Gerätehaus der Feuerwehr gebaut wurde, gab es bestimmt schon ein paar Jahre vorher eine Feuerwehr. Überliefert ist nur, dass im Jahre 1936 ein Löschfahrzeug, ein Benz-Gagenau, beschafft wurde, das in einem offenen Gebäude gemeinsam mit dem Leichenwagen der Kirche in der Ortsmitte stand. Die Gefahr, dass etwas von dem Löschfahrzeug entwendet wurde, oder das ganze Auto gestohlen wird, war zu groß, so dass man sich entschloss, ein Gerätehaus zu bauen. Auf der anderen Straßenseite war genügend Platz für ein Gerätehaus und so wurde ein schmuckes Fachwerkhaus gebaut. Damit wir auch wissen, wann das war, wurde ein Wetterhahn auf das Dach gesetzt, der die Jahreszahl 1936 in sich trug. Leider gibt es diesen Wetterhahn nicht mehr, so das wir das nur noch von den Älteren Kameraden aus Erzählungen kennen. Uns ist auch nicht bekannt, dass es von diesem Wetterhahn noch Bilder gibt. Somit wurde mit allen beteiligten Verantwortlichen Personen vereinbart, dass das Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Blankenhagen der 01.01.1936 ist. Der erste Wehrführer wurde Ernst Beese.

 

Gründungsfoto:

Gründungsfoto 1936

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Während des zweiten Weltkrieges mussten unsere Kameraden auch zu Brandeinsätzen nach Rostock ausrücken, die oft auch mehrere Tage dauerten. Nach dem Ende des Krieges wurde unser Löschfahrzeug von den russischen Soldaten als Reparationszahlungen eingezogen und uns blieben nur noch die TS, eine Flader, und das dazugehörige Schlauchmaterial. Die Großbauern mussten den Gespanndienst vorhalten, das waren vier Pferde und ein Gummibereiften Wagen. Bei Alarm kam der Bauer mit den Pferden zum Gerätehaus, und die Gerätschaften wurden verladen und dann ging es zum Einsatzort. Wehrführer wurde nach dem Krieg Karl Bleeck, der dieses Amt bis zu seinem Tode 1964 ausübte. Um das Jahr 1955 bekam unsere Wehr dann einen TSA, der von einem Traktor der ansässigen Bauern gezogen wurde. Der Wehrführer war selbstständiger Schmiede- und Schlossermeister und besaß ein sogenanntes Dreirad, ein auf drei Rädern fahrender Kastenwagen, mit dem er dann die Mannschaft mit zum Einsatzort nahm. Auch andere Bauern die Mitglied in der Feuerwehr waren, besaßen kleinere Transportmittel, so wie Hans Oldach, der mit seinem Kastenwagen auch Feuerwehrdienste verrichtete. Mit Gründung der MTS übernahm die dann die Funktion des ziehen des TSA.

 

Feuerwehrauto Anno

 

Nachfolger des alten Wehrführers wurde dann Paul Kunkel, der dieses Amt nur zwei Jahre ausübte, da er nach Ribnitz-Damgarten zog. Von 1966 bis 1972 war der Kamerad Günther Kröger Wehrführer. Er wurde dann von Paul Bruß 1972 abgelöst. Günther Kröger wurde später als Wirkungsbereichsleiter eingesetzt. Im Jahre 1972 beschaffte die Gemeinde dann einen Framo, ein ausrangierten Krankenwagen, der umgebaut wurde, damit die Kameraden zu Einsatzort gelangen konnten. Leider hielt dieses Fahrzeug nur ein Jahr und es musste wieder eine Möglichkeit gesucht werden, damit die Kameraden an den Einsatzort gelangen konnten. Es bot sich an, einen Granit K27, ein Klein LKW, zu bekommen. Dieser LKW war aber auch sehr anfällig, besonders wenn es ins Gelände ging, machte er Schwierigkeiten mit der Kardanwelle. Bei den damaligen Straßenverhältnissen war man ja Praktisch ständig im Gelände und so mussten die Kameraden sehr viel an dem Auto reparieren. Nach drei Jahren hatte der Spuk dann ein Ende, der Granit K27 hatte einen Motorschaden und niemand war gewillt, das Auto noch mal zu reparieren. In Broderstorf wurde ein Garant K30 frei und den bekam dann unsere Wehr. Nun hatten wir ein LF-LKW-TS8 STA., ein richtiges Löschgruppenfahrzeug. Im Jahre 1973 wurde in Initiative von Paul Bruß dann unsere erste Jugendfeuerwehr, die Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer, gegründet. Unsere Jugend war damals schon sehr erfolgreich, sie wurden bei Kreismeisterschaften des öfteren Sieger. Verantwortlich war damals der Kamerad Fritz Roloff. 1978 zog es unseren Wehrführer nach Gelbensande, so dass wir im Jahr 1979 den Kameraden Wolfgang Olschewskie zum Wehrführer wählten. Kurz nach seiner Wahl wurden wir stolze Besitzer eines LO 2002, wir bekamen ein LF8/TS8-STA.

 

K30

 

Auch ein Motorrad wurde uns bereitgestellt, eine MZ TS 250, für Meldedienste.

Da das Gerätehaus langsam zu klein wurde, musste ein Anbau her. Es sollten Sozialräume, wie Umkleideraum und Toiletten, geschaffen werden. Aber auch ein Schulungsraum und ein Raum für die Zivilverteidigung wurden an das vorhandene Gerätehaus angebaut Wolfgang Olschewskie gab im Jahre 1985 dann den Posten als Wehrführer ab und Fritz Roloff wurde als Wehrführer gewählt. Da er bis dahin die Jugendarbeit leitete, brauchten wir einen neuen Verantwortlichen für die Jugend und das wurde dann Achim Lau. Leider löste sich dann die Jugendgruppe 1990 auf. Auch das Amt des Wehrführers wurde 1990 durch Jürgen Mohns neu besetzt.

 

Olschewki

 

Im Jahre 1995 kaufte die Gemeinde dann ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug, ein W50 LF 16/TS. Damit wurde der Einsatzwert der Feuerwehr nochmals erhöht, denn das LF8/TS8-STA blieb bei uns in der Wehr. Da es aber nicht genug Stellplätze gab, musste wieder einmal um –und angebaut werden. Ein Teil des Gerätehauses wurde 1997 abgerissen um eine neue Fahrzeughalle und einen Umkleideraum anzubauen, was auch noch im selben Jahr passierte. Damit der Bau finanziell abgesichert werden konnte, haben sich die Kameraden verpflichtet, sehr viel Eigenleistung zu erbringen. Die Bodenplatte, der Innenausbau, die Elektrik und die Heizungsanlage wurden in Eigenleistungen erbracht. Da der alte Umkleideraum dann nicht mehr gebraucht wurde, konnten wir den gleich zu einer Küche und eine Frauentoilette umbauen.

Mit dem Ende der Baumaßnahmen bot es sich an, ein W50 TLF 16 zu kaufen. Dazu mussten wir uns allerdings von unserem LF8/TS8 trennen, was wir dann auch taten. So war unser Fahrzeugbestand am Ende des Jahres 1997 ein LF16-TS und ein TLF16 beide auf W50.

 

Ein Datum müssen wir noch nachtragen, es ist der 10.10.1996, das Gründungsdatum unserer Jugendfeuerwehr. An diesem Tag hat der Kamerad Ulf Zupke die Jugendfeuerwehr neu gegründet.

 

Gerätehaus ab 1972

 

1997 kam auch der Wunsch auf, eine eigene Fahne zu besitzen. Da die Gemeinde dafür kein Geld hatte, suchten wir uns Sponsoren, die uns die Fahne bezahlten.

 

Im Jahre 1989 musste Jürgen Mohns sein Amt als Wehrführer aus Gesundheitlichen Gründen niederlegen. Neu gewählter Wehrführer wurde der Kamerad Volker Lau. Auf seine Initiative hin wurde im Jahre 2002 ein Traditionsfahrzeug von Sponsorengeldern gekauft. Es ist ein Garant K30, wie wir ihn in den Jahren von 1976 bis 1979 hatten.

 

Da das Gerätehaus immer noch zu klein war, wurde im Jahr 2000 noch einmal ein Anbau getätigt. Nach hinten hinaus wurde eine neue Küche und sanitäre Anlagen geschaffen. Die alte Küche und Toiletten wurden entfernt und die Räumlichkeiten zum Schulungsraum hinzugefügt.

 

Nach vielen Gesprächen mit dem Bürgermeister und der Gemeindevertretung konnten wir im Jahre 2002 mit der Ausschreibung für ein neues Tanklöschfahrzeug beginnen und im Juni 2004 war es dann soweit, die feierliche Übergabe unseres TLF 16/25 fand statt. Da wir die anderen beiden Löschfahrzeuge verkauften, konnten wir uns von dem Erlös noch den MTW kaufen. Es ist ein LT 28 von VW, den wir noch reparieren und neu lackieren mussten.

 

Chronik

 

2007 hat dann Volker Lau sein Amt als Wehrführer niedergelegt und gewählt wurde Kamerad Burger Nottmeier.

 

2008 wurde dann die Jugendfeuerwehr stolzer Besitzer eines Wimpels.